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Öffnung des TLD-Marktes
Anlässlich des 32. Meetings der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) in Paris wurde beschlossen, ein Konzept zur Einführung neuer Endungen zu etablieren.
Die ICANN folgt damit einer Empfehlung der Generic Names Supporting Organisation (GNSO), die ein standardisiertes Verfahren zur Einrichtung neuer Top Level Domains schaffen möchte. So könnte sich voraussichtlich bereits ab dem 2. Quartal 2009 jedermann um TLDs wie z.B. .web, .shop, .hansi oder .dsds bewerben, das Potential jedenfalls ist riesig.
Die Entscheidung für dieses neue Vorgehen bedeutet nach ICANN-CEO Dr. Paul Twomey einen massiven Anstieg der virtuellen Grundstücke des Internets.
Leicht wird der Weg zur eigenen TLD aber nicht: innerhalb eines beschränkten Zeitraums müssen sich Interessenten zunächst um die Einführung bewerben, wobei sämtliche Bewerbungen veröffentlich werden. Sodann durchlaufen sie verschiedene Prüfungsphasen, in der die Bewerbungen auf mögliche Rechtsverletzungen oder sonstige Risiken für die Sicherheit und Stabilität des Internets beleuchtet werden; hierzu zählt beispielsweise die Gefahr von Verwechslungen mit existierenden Endungen. Die Bewerber müssen weiter darlegen, dass sie zum Betrieb einer TLD technisch wie wirtschaftlich in der Lage sind.
Ganz am Ende steht ein Vorstandsbeschluss von ICANN, die neue Endung einzuführen.
Im Zuge dieser Maßnahmen würde sich ein bisher ungeklärtes Problem sozusagen von selber lösen:
seit langer Zeit schon versuchen altenative Anbieter wie NewNet, OpenNIC und andere (siehe hier), den Markt der TLD durch eigene Angebote zu berreichern; ihre Angebote an Top Level Domains scheiterten bisher stets an den Vorgaben der ICANN und funktionierten nur im Sinne von Subdomains bzw. durch Herunterladen spezieller Software oder durch Umkonfiguration der TCP/IP-Verbindung. Im Zuge der Liberalisierung könnten diese Anbieter mit ihren Top Level Domains offiziell den Markt betreten.
Doch das Konzept wirft auch eine Vielzahl noch ungeklärter Fragen auf:
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sind Bewerbungen um .jihad oder .nazi zulässig? |
| - |
Wem gehört bei Doppelbezeichnungen geographischer Regionen oder Städte wie im Fall .frankfurt das Erstzugriffsrecht? |
| - |
Bezieht sich .arab auf eine Region oder einen Kulturkreis? |
| - |
Steht .med für Medizin oder den Mittelmeerraum? |
| - |
Haben Markeninhaber ein Erstzugriffsrecht? |
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Sind Sunrise-Phasen künftig verpflichtend? |
| - |
Kommt .xxx jetzt doch? |
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Auch sind sind die Inhaber von Kennzeichenrechten wenig erfreut: mit jeder neuen Top Level Domain (ob .eu, .asia oder in Kürze .tel) stehen sie vor der Wahl, ihren geschützten Begriff vorbeugend zu registrieren oder sich später auf eine juristische Durchsetzung ihrer Rechte zu verlassen. Beides sei meist mit erheblichen Kosten verbunden, die die ICANN noch vervielfacht habe, sagt Rechtsanwalt John Mackenzie von der britischen Kanzlei Pinsent Masons LLP.
Für die Marktforscher von der Gartner Group dagegen wirken sich neue Endungen kaum auf Unternehmen aus, .com werde auch weiterhin das Geschehen dominieren. Nur in einigen wenigen Fällen verschaffen die neuen Kürzel einen Mehrwert; so räumt man potentiellen Bewerbern für .movie oder .xxx kommerzielle Erfolgsaussichten ein, daneben möglicherweise noch einzelnen Regio-TLDs. Den Unternehmen empfiehlt Gartner, das eigene Portfolio nicht mit defensiven Anmeldungen aufzublähen, sondern sich auf Klassiker wie .com und jene Länderkürzel, in denen man geschäftlich tätig ist, zu konzentrieren.
Denn - so paradox es klingt - eine Einführung zahlloser neuer TLDs könnte die etablierten Endungen wie .com oder .de stärken, da das Netz immer unübersichtlicher wird und schon jetzt nur Experten die längst eingeführten, aber kaum gebräuchlichen Endungen wie etwa .coop, .jobs oder .museum kennen.
(Quelle: http://www.domain-recht.de, Newsletter #420, #421))
Doch bis es soweit ist, gelten für die Top Level Domains noch die alten Regeln:
Unterscheidung der TLD
Es gibt drei unterschiedliche Arten von Top Level Domains:
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| 1. |
die
generische TLDs (gTLD) wurden geschaffen für die
allgemeine Internetgesellschaft (siehe unten); sie bestehen aus mehr als als zwei Zeichen |
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| 2. |
die country-code-TLDs (ccTLD) wurden geschaffen für
die Nutzung durch einzelne Staaten.
Sie zeichnen sich aus durch den so genannten "two-letter-code",
auch "alpha-2 code". Diese Codes sind gelistet in der lSO
31 66-1. Eine Auflistung dieser Codes finden Sie hier |
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Die
ISO
3166-2 beinhaltet eine vollständige Aufgliederung
bis zu den Verwaltungsabteilungen aller in ihr geführten Länder.
Die Code-Elemente, die hier verwendet werden, bestehen aus dem Alpha-2-code-Element
der lSO
3166-1, gefolgt von einem Bindestrich und einer weiteren Reihe von
bis zu drei alphanumerischen Zeichen, z.B.
DK-025 für den dänischen Bezirk Roskilde
IT-MI für die italienische Provinz Milano
MG-T für die Antanananvo-Provinz in Madagaskar |
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In
der ISO 3166-3 werden TLDs von Ländern geführt, die
es in dieser Form nicht mehr gibt. Diese TLD's haben 4 Elemente (alpha-4
codes). Drei Beispiele: |
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a. |
Der Name Burma (.bu) wurde 1989 geändert in Myanmar (.mm). Das
Code-Element für den bisher genutzten Ländernamen für
Burma ist BUMM |
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b. |
Die
Tschechoslovakei (.cs) wurde 1993 geteilt in die Tscheschiche Republik
(.cz) und die Slowakei (.sk). Das Code-Element für den bisher genutzten
Ländernamen Tschechoslovakei ist CSHH: HH bedeutet so
viel wie: kein jeweiliges Nachfolgeland.. |
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c. |
Demokratisches Yemen (.yd) und Yemenitische Arabische Republik (.ye) verschmolzen 1990
zur Republik Yemen (.ye). Das Code-Element für den bisher genutzten
Ländernamen der Demokratic Yemen ist YDYE |
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Wie
man sehen kann, haben die Code-Elemente der früher genutzten
Ländernamen eine Länge von vier alphabetischen Zeichen (alpha-4
code elements). Die ersten beiden Zeichen repräsentieren in allen
Fällen die originalen Aplha-2-Code-Elemente des früheren
Landes, das aus der ISO 3166(-1) entfernt wurde. Die Zeichen drei
und vier wurden den entsprechenden Regeln der lS03166-3 zugeordnet. |
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| 3. |
Bei der sponsored TLD (sTLD) handelt es sich vom Aufbau her um gTLD mit dem Unterschied, dass die Registrierbarkeit einem kleineren Benutzerkreis vorbehalten ist. Der Sponsor gewährleistet, daß die Registry ihre Aufgaben im Sinne des Benutzerkreises und der Internetnutzer insgesamt erfüllt. Die Domainsponsoren dürfen keinen Gewinn mit dem Betrieb einer Registry machen. Das wird auf Neudeutsch auch mit "Non-Profit" bezeichnet. Der Sponsor hat überlichweise etwas mit der Branche oder dem Bereich zu tun, damit er die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Zielgruppe genau einschätzen kann. Die Registry kann den technischen oder administrativen Teil auslagern.
Auch wenn die Registrierung einem eingeschränkten Kreis vorbehalten ist, so können die Domains von allen Internetnutzern verwendet werden. Wenn eine Fluggesellschaft beispielsweise für die Website eine .aero-Domain verwendet, kann diese Website von allen weltweit aufgerufen werden.
Die sponsored TLD verteilen sich auf gTLD und die neue Gruppe der noch inoffiziell bezeichneten geografischen TLD (geoTLD).
(Quelle: http://www.knipp.de/domains/types/stld/overview.do) |
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| 4. |
Die kulturell-regionalen (nicht länderspezifischen) Top Level Domains. Man könnte sie geoTLDs nennen. Die Abkürzung "geoTLD" ist nicht offiziell, doch kursiert sie bereits unter den Insidern. Die ersten auf diesem Feld waren .cat und .asia, wobei erstere für die katalanische Volksgruppe gedacht ist, und die zweite für den asiatischen Raum. Zu Beginn 2006 kam .eu hinzu, und es werden weitere folgen. Einige Städte stehen bereits an: .berlin und .nyc (New York City). Weitere Bewerber sind gewachsene, regionale und kulturelle Gemeinschaften: .bzh (Bretagne), .cym (Wales), .lac (Latein-Amerika), .sco (Schottland) und .gal (Galizien).
(Quelle: http://www.domain-recht.de)
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Generic Top Level Domains (gTLD)
(Die klassischen gTLD vom Beginn des Domain Name Systems sind rot gekennzeichnet)
Non-sponsored gTLD | sponsored gTLD | Vorschläge von 2005 | Inaktive gTLD
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| Non-sponsored gTLD |
| TLD |
reserviert
für |
verwaltet
durch |
.org
 |
Organisationen |
Public Interst Registry |
.com
 |
Private
Unternehmen |
VeriSign
Global Registry Services, Kalifornien, USA |
.net
 |
|
VeriSign Global Registry Services |
.info
 |
uneingeschränkt |
Afilias
Ltd., Pensilvenia, USA |
.biz
 |
Business |
NeuLevel
Inc. Vancouver / Canada
(45,- € pro Jahr über www,united-domains,de) |
.name
|
Einzelpersonen |
Global
Name Registrry, London |
.pro
 |
Professionnelle
Organisationen (Anwälte, Ärzte) mit Approbation
 |
Registry
Pro Ltd. |
.int
 |
Internationale, meist UN-nahe Organisationen |
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.arpa
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(Address and Routing Parameter Area); wird für die Umwandlung von IP-Adressen in Namen benötigt. Wird von 4 weltweiten Regionalstellen verwaltet.

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RIPE NCC (für Europa) |
| zurück |
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| Sponsored gTLD (Definition siehe hier) |
| TLD |
reserviert für |
verwaltet durch |
.gov
|
qualifizierte
US-amerikanische Regierungsorganisationen oder -programme (Städte,
Gemeinden, vom Staatenbund anerkannte indianische
Stämme) |
US
General Services Administration;
Liste
der derzeit etwa 3.400 aktiven Webseiten mit .gov-Domains
siehe hier; die wohl bekannste darunter ist sicher www.whitehouse.gov |
.mil
 |
Exclusiv
für die US Streitkräfte |
US
DoD Network Information Center |
.edu
 |
zugelassene
Ausbildungsinstitute der Vereinigten Staaten, aber auch Einrichtungen wie Kosmetik-, Massage-
oder Talmudschulen |
Educause .edu Administration |
.coop
|
Kooperativen |
Dot Cooperation LLC |
.museum
 |
Museen,
Naturparks |
Museum
Domain Management
Association
MuseDoma ist ein Mitgliederverein, gegründet von
1. International Council of Museums
(ICOM), Paris
2. J. Paul Getty trust, Los Angeles, USA |
.aero
 |
Luftfahrtindustrie
(mögliche Nutzer siehe hier) |
Afilias
Ltd., Pensilvenia, USA |
.mobi
 |
Der Verwalter der Mobilfunk-Domain .mobi (mTLD Ltd.) in Las Vegas begann am 14. September 2006 die allgemeine Registrierung. Eine Liste mit .mobi-Registraren ist auf der Website von mTLD veröffentlicht.
Die unter .mobi abrufbaren Inhalte müssen bestimmten Kriterien entsprechen, um sicherzustellen, dass ihre Darstellung auf Mobilgeräten in optimaler Weise erfolgt. Es handelt sich um verbindliche Vorgaben und dringend empfohlene beispielhafte Verfahrensweisen für Inhalteentwickler und Webseiteninhaber mit Mobilfunkunterstützung. Hierzu zählen zum Beispiel
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das Verbot von Frames |
| - |
Verwendung von ccTLDs auf Third Level Ebene, um Angebote zu nationalisieren |
| - |
kurze URLs |
| - |
Verbot von Pop-Ups |
| - |
keine automatischen Weiterleitungen |
 |
 |
Inhaltlich soll sich der Anbieter nur auf die notwendigen Informationen be- schränken, Scrolling nur in eine Richtung erlauben sowie die Seitendarstellung begrenzen.
Die unter Federführung von Nokia, Vodafone und Microsoft durch das irische Konsortium Mobi JV verwaltete Domain-Endung, an deren Einführung weitere Unternehmen wie Samsung, T-Mobile International oder Hutchison beteiligt sind, ist die erste Top Level Domain ausschließlich für mobile Inhalte.
Beispiele für .mobi-Sites finden Sie unter http://demo.mtld.mobi/
(Quelle: domainrecht.de/Newsletter #285, #290, #297, #299, #311)
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.tel

|
Ab Mittwoch, 03.12.2008 um 15.00 Uhr nimmt Telnic die ersten Anträge für die Sunrise Period entgegen. Zwei Monate später, am 02.02.2009, endet die Sunrise-Phase, um nahtlos in die Landrush-Phase überzuleiten, die ihrerseits am 23.03.2009 enden wird. Die allgemeine Registrierung startet dann am 24.03.2009.
Zur Teilnahme an der Sunrise Period berechtigt ist jeder Inhaber oder Lizenznehmer einer nationalen Marke, die vor dem 30.05.2008 angemeldet und zudem vor dem 03.12.2009 eingetragen sein muss. Die Vergabe innerhalb der Sunrise Period erfolgt nach dem "first come, first served"-Prinzip, das Beratungsunternehmen Deloitte übernimmt die Validierung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter telnic.org.
(Quelle: domainrecht.de/Newsletter #419)
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.travel
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tralliance Corporation
Die in eine ernsthafte Krise geschlitterte Reise-Domain .travel kann mit einer Finanzspritze rechnen. Das Investmentunternehmen Dancing Bear Investments, Inc. unter Leitung von Tralliance-CEO Michael S. Egan wird dem Mutterunternehmen Theglobe.com Inc. wie erhofft zusätzliches Geld zur Verfügung stellen. Mehr als ein "Wir glauben an die Zukunft der Domain .travel" war bisher allerdings öffentlich nicht zu hören, auch wenn somit das für Juni im Raum stehende "Aus" vorerst abgewendet werden konnte.
(Quelle: domainrecht.de, Newsletter #367) |
.jobs
 |
Emploi Media LLC. Die Registrierung startete am 19. August 2005. Es handelt sich bei .jobs um eine generic Top Level Domain (gTLD) für Webseiten rund um das Thema Job-Angebote, Anstellungen usw. Die Domainnamen müssen stark an den Unternehmensnamen angelehnt sein (z.B. siemens.jobs) und dürfen nur für unternehmenseigene Stellenangebote genutzt werden. |
.music
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.music will sich aufmachen, der Musik-Community eine virtuelle Heimat zu bieten. Zielgruppen sind unter anderem Künstler, Musiker, Bands, die Musikindustrie und Musikorganisationen sowie Veranstaltungsorte. |
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| Vorschläge für weitere gTLD, die 2005 in Umlauf kommen sollten |
| TLD |
verwaltet durch |
| .mail |
The
Anti-Spam Community Registry - Die Verhandlungen laufen noch |
| .post |
Universal
Postal Union (UPU) - Die Verhandlungen laufen noch |
| zurück |
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| Inaktive gTLD |
| TLD |
verwaltet durch |
.nato
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Diese gTLD, für die NATO als Äquivalent zu ".mil" gedacht, war sehr kurz einmal aktiv (auf "Befehl" eingerichtet). Heute durch ".nato.int" ersetzt. |
| .xxx |
Die Porno-Domain .xxx lässt nicht locker: von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat Bewerber ICM Registry einen 522 Seiten starken Schriftsatz im Rahmen des "Independent Review Process" eingereicht. Im Rahmen dieses Verfahrens wird erstmalig in der Geschichte ICANNs überprüft, ob die Zurückweisung der Bewerbung im März 2007 rechtmäßig war oder nicht. Zu den Vorwürfen von .xxx zählt, dass sowohl von der Bush-Administration als auch der australischen Regierung heftiger Druck auf ICANN-CEO Paul Twomey ausgeübt wurde, um die Einführung einer Rotlicht-Domain zu verhindern.Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist derzeit nicht absehbar. |
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Geografische Top Level Domains
(geoTLD)
kontinental | kulturell-regional | Städtenamen als Domain
Das Internet Governance Forum (IGF), welches 2006 im Zuge des Weltinformationsgipfels im November 2005 in Tunis gegründet worden war, tagte im November 2007 in Rio de Janeiro zum zweiten Mal. Man besprach Themen zur Internetverwaltung wie Zugang zum Internet, seine Offenheit, Vielfalt und Sicherheit.
Daneben gab es unabhängige Veranstaltungen, die unter anderem den Vertretern der so genannten geografischen Top Level Domains wie .eu, .cat und .asia die Möglichkeit gaben, zu lernen und sich zu artikulieren.
Die Liste der Anwärter auf geografische Domain-Endungen wird immer länger. Anwesend waren Vertreter für .berlin, .nyc (New York City), .paris, .lat und .mercusor (beide für Lateinamerika), .baires (Buenos Aires), .cym (Wales), .gal (Galizien), .btn (Bretagne) und einige andere mehr. Zu Wort meldete sich insbesondere Nii Quaynor von der Domain-Verwaltung für Ghana (.gh), der die Initiative für .africa unterstützt und plausibel machte, warum auch Afrika eine Kontinentalendung brauche: Zahlreiche afrikanische Staaten sind aufgrund der politischen Wirren nicht online, die Domain-Endungen kommen von einem Neuvergabeverfahren ins nächste; allein eine Afrika weite Endung gewährt die Sicherheit, überall in Afrika regionale Angebote zu finden.
Mit den Bewerbungen können sich die Anwärter allerdings noch ein wenig Zeit lassen: Derzeit geht man bei ICANN davon aus, dass neue Top Level Domains ab Ende 2008 beantragt werden können. Bis dahin will man nach einem neuen einheitlichen Verfahren suchen, das Bewerber für geoTLDs und andere TLDs durchlaufen können. Wichtig sei hierbei ein Filter, der nur wirklich gewichtige Einsprüche gegen geoTLDs überhaupt zur Prüfung durchlasse.
| Kontinentbezogene Staatengemeischaften |
.asia
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Den Internetnutzer erlebt mit .asia eine Art Pendant zur Europa-Domain .eu. Zielgruppe sind Personen, Unternehmen und Organisationen aus dem asiatischen Raum, wobei sich die Registrierung auf den panasiatischen Raum sowie die Asien/Pazifik-Region beschränkt.
In einer Pressemitteilung vom Juli 2008 gab das Unternehmen bekannt, dass die Einnahmen aus der Versteigerung von .asia-Domains in Sunrise- und Landrush-Phase die Schwelle von US$ 3 Mio. überschritten haben, mit steigender Tendenz. Bei einzelnen Domains lagen die Höchstgebote bei über US$ 80.000,-; die Top 100 verzeichneten einen Durchschnittspreis von je über US$ 10.000,-, darunter promotion.asia (US$ 26.000,-), sushi.asia (US$ 22.500,-) und pos.asia (US$ 20.500,-). Insgesamt prognostiziert DotAsia für das 1. Quartal nach Beginn der Re- gistrierung die Anmeldung der 250.000sten .asia-Domain; dazu beigetragen haben unter anderem die Registrierungen von mehr als 30.000 Markeninhabern weltweit.

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.eu

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Obwohl "EU" in ISO 3166 für die Europäische Union reserviert ist, handelt es sich hierbei nicht um eine ccTLD im eigentlichen Sinn, da die Europäische Union kein Land ist. Es ist aber auch keine gTLD, da sie nur für ein abgegrenztes Gebiet gilt. Sie wird dennoch von der ICANN formell als ccTLD geführt, obschon sie sachlich die Definition der sponsored gTLD erfüllt.
weitere Infos siehe hier.
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| Kulturell-regionale Sprachengemeinschaften, unabhängig von Staatsgrenzen |
.cat

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Fundació
puntCAT
Die neue katalanische geoTLD .cat vermeldet für das erste Jahr seit Beginn der Registrierung 24.000 Domains. Aktuell sind etwa 23.600 .cat-Domains angemeldet. Jordi Iparaguirre vom Verwalter PuntCat bezeichnete das Ergebnis als "bemerkenswert".
Mit 55% entfällt der Grossteil der Anmeldungen auf Unternehmen, 30% auf Einzelpersonen und weitere 15% auf Behörden.
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.sco
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Ebenso wie das katalanische Vorbild .cat hat sich eine Gruppe um den Glasgower Softwarespezialisten Euan McCreath der Förderung der schottischen Sprache und Kultur verschrieben, der auch die erste Website ins Netz gestellt hat. Noch ist man allerdings weit davon entfernt, sich ernsthaft um die Zuteilung einer eigenen Top Level Domain zu bewerben, und will zunächst Unterstützung und Mitglieder sammeln. Doch dabei kann man schon richtige Erfolge verzeichnen; so hat etwa eine Gruppe aus Mitgliedern des schottischen Parlaments angekündigt, die Kampagne unterstützen zu wollen.
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.lac

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Die Adress Supporting Organisation (ASO) für den lateinamerikanischen und karibischen Raum - eine Unterorganisation der ICANN (siehe hier) - strebt eine eigene TLD für ihren Wirkungskreis an.
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.bzh
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DieTLD .bzh leitet sich her von "Breizh", die bretonische Bezeichnung für die Bretagne. Unter dieser Domain soll das Image einer "behaglichen, gemütlichen" Bretagne vermittelt werden.
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.cym
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.cym ist die Abkürzung für das walisische "cymraeg", das auf deutsch "walisisch" bedeutet. Hier soll eine TLD für Organisationen, Gesellschaften und Einzelpersonen entstehen, die die walisische Sprache und Kultur pflegen und sich mit ihr identifizieren. Die Bezeichnung "cym" wird damit begründet, das sie als offizieller ISO 639-2 alpha-3 code für die walisische Sprache steht (der ISO 639-2 alpha-3 code für deutsch z.B. ist "ger" ).
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.gal
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TLD für die galizische Sprachgemeinschaft |
.ker
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Die Bewohner der englischen Grafschaft Cornwall wollen sich unter .ker im Internet verwirklicht sehen. So wie .cat, .scot, .bzh oder .cym setzt sich die dotKER-Kampagne zum Ziel, ihrem Kulturkreis und ihrer Sprache eine virtuelle Heimat zu geben. |
.vl

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Nach unbestätigten Presseberichten steckt hinter der Bewerbung um eine eigene Endung für Flandern die nationalistische Jonge Vlamingen Vereinigung; diese verfolgt die Unabhängigkeit der Flamen von Belgien. Damit stellt sich das Problem, ob ICANN bei der Einführung neuer TLDs frei von politischen Einflüssen handelt und nur auf die Einhaltung formaler Kriterien pocht; jedoch bietet sich auch ein Ausweg: .vl ist nicht in der ISO-3166 Liste enthalten, so dass ICANN schon aus diesem Grund eine Bewerbung als ccTLD ablehnen könnte. |
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| Städtenamen als Domain |
.berlin
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Die "dotBERLIN GmbH & Co. KG" ist eine Initiative, die sich für 2008 den Betrieb der Top Level Domain .berlin zum Ziel gesetzt hatte. Zu den Sponsoren zählen die Strato AG, als Unterstützer werden die IHK Berlin, die Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen, Air Berlin und der Architekt Daniel Libes- kind genannt.
Nach einer Expertenanhörung teilte der Senat der Bundeshauptstadt mit, dass die Stadt eine Unterstützung der Initiative für .berlin ablehne.
Hauptgrund sei, dass eine Genehmigung, den Namen ".berlin" zu nutzen, mit einer Mitverantwortung für die darunter angebotenen Inhalte einhergehe; der Staat müsse jedoch neutral sein und hierauf keinen Einfluss nehmen. Daneben verfüge Berlin mit dem Angebot berlin.de bereits über ein offizielles Städteportal.
(Quelle: www.domain-recht.de, Newsletter #367) |

HAMBURG |
die Initiative ".hamburg" eV will allen Hamburgern einen eigenen Namensraum und lokale Identität im globalen Internet zur Verfügung stellen. Kopf dieser Initiative ist der Hamburger Rechtsanwalt Oliver Süme. Laut einer Pressemitteilung gehören zu den Gründungsmit- gliedern von dotHAMBURG unter anderem der Hamburger "Gelbe Seiten Verlag" Dumrath & Fassnacht sowie der TVG Verlag, der das Hamburger Telefonbuch verlegt; auch der ehemalige Chef von Google Deutschland, Holger Meyer, soll seine Unterstüt- zung zugesagt haben. |
| .nyc |
Die TLD für New York ist geplant als Antwort auf den unüberschaubaren Markt von 50 Millionen .com-Domains. New York möchte damit aus der Masse hervortreten und gibt als Gründe u.a. an, sich mit Websites wie z.B. "www.hotels.nyc" weltweit besser vermarkten zu können oder das Alltagsleben einfacher zu gestalten, z.B. mit der Suche nach einer geeigneten Schule unter "www.schools.nyc".Auch sei ein besserer Wettbewerb mit Städten wie Honkong (chin. Sonderverwaltungsbezirk mit der TLD .hk) und Singapur (mit der gleichnamigen Hauptstadt unter der TLD .sg) möglich.
(Quelle: http://www.cb3qn.nyc.gov/page/33828/) |
Portland  |
Die im US-Bundesstaat Oregon gelegene Stadt Portlan will sich bei ICANN um die neue Top Level Domain .pdx bewerben, wobei die "Portland Business Alliance" auf die Suche nach lokalen Angeboten baut, die nach dem eMail-Versand die inzwischen zweitwichtigste Onlineaktivität darstellen; 43 Prozent aller Suchmaschinenergebnisse würden sich auf lokale Suchen wie "plumber portland" beziehen.
(Quelle: www.domain-recht.de) |
London
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.london soll Personen, Unternehmen, Organisationen und Behörden offenstehen, die den Nachweis einer Verbindung mit London erbringen können; an weiteren Details will man nun erst einmal arbeiten. |
Barcelona
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Mit .bcn, welches die gebräuchliche Abkürzung für Barcelona ist, geht die nächste Initiative für eine Stadt-Top-Level Domain an den Start. |
Paris
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Auch die französische Hauptstadt ist beim Rennen um die begehrten Städtenamendomains in der ersten Reihe dabei.
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zherzez
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Spezialfälle
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| Es gibt einige, meist historische, Spezialdomains oder Pseudo-Domains, sowie für bestimmte Zwecke reservierte Namen, für die aus unterschiedlichen Gründen keine TLD eingerichtet werden: |
| .uucp |
Diese Domain war lange Zeit eine Pseudo-Domain in TCP/IP-Netzen (heute: Internet) für Rechner im uucp mapping project, die keine eigene Internet-Domain besaßen oder als Gateways fungierten. In der Regel waren diese Rechner nur über Telefonmodemverbindungen oder nur passiv erreichbar. |
| .test |
Diese Domain ist laut RFC 2606 reserviert für Tests und wird offiziell nicht vergeben, kann aber lokal genutzt werden. |
| .root |
Diese Domain wurde ursprünglich reserviert, die damit verbundenen Ideen und Planungen jedoch nie umgesetzt. |
| .localhost |
localhost wird bei den meisten Rechnern für deren Loopback Device lokal verwendet. Aus diesem Grund wird sie laut RFC 2606 nicht anderweitig vergeben, da sie in der Regel ohnehin nicht erreichbar wäre. |
| .local |
Diese Domain wird bei Multicast DNS für Link-Local-Adressen verwendet. |
| .invalid |
Diese Domain ist per RFC 2606 reserviert als Beispiel für eine garantiert nicht vorhandene Domain. Sie kann beispielsweise für Softwaretests eingesetzt werden. |
| .example |
Diese Domain ist laut RFC 2606 reserviert für Beispiele in Texten, Dokumentationen und Ähnlichem. Sie wird nicht vergeben, ebenso wie die Second-Level-Domains example.com, example.net, example.org, sodass z. B. automatisch generierte Links in Onlinedokumenten nicht auf reale Domains verweisen. |
.bitnet
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Die Domain wurde in der frühen Zeit des Internets genutzt, als einige technologisch unterschiedliche Netze nebeneinanderher betrieben wurden. Es handelte sich um einen von IBM gesponserten Zweig des Netzes, um Machbarkeit zu demonstrieren; der Name bedeutet because it's time - net.
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| (Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Top-Level-Domain, domainrecht) |
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TLD-Monatsberichte siehe hier
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Country code Top Level Domains (ccTLD)
Hier sehen Sie eine Liste aller aktiven Top Level Domains mit Link zum jeweiligen Network Information Center (NIC). Nicht verlinkte Länder (grau) sind bei der IANA gelistet, aber es gibt keinen nationalen bzw. lokalen Registrierungsservice für die betreffende ccTLD.
Das heißt, man kann für diese Länder keine Website anmelden, was aber nicht bedeutet, dass es für diese Länder keine Website gibt. So existiert z.B. eine Website zur Darstellung "nationaler arktischer Programme" unter www.comnap.aq oder eine offizielle Homepage des Vatikan.
Eine geografische Überxicht über die ccTLD wird auf domain-karte.de angeboten.
Liberalisierung
von ccTLD
Ob
die USA mit .us, Schweden mit .se oder die Niederlande mit .nl: immer mehr Länder liberalisieren die Vergabebedingungen für ihre Top Level Domains und rücken diese nicht zuletzt aus Gesichtspunkten des Markenschutzes ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Lange
Zeit dominierten die generischen Endungen (gTLD) wie .com oder .info das Geschehen; von den etwa 250 Länderendungen
(ccTLDs) erlangten relativ wenige weltweite Bedeutung. Doch neben so etablierten
Endungen wie .de, .tv, .cc oder .ws beginnen
immer mehr Länder damit, die Fesseln ihrer ccTLDs zu lösen und
die Registrierungsbedingungen zu lockern. So haben etwa die Vereinigten
Arabischen Emirate angekündigt, die Endung .ae gebührenfrei an lokale Einrichtungen vergeben zu wollen. Die Vergabestellen
in Brasilien (.br) und Ecuador (.ec) planen Preisnachlässe
von bis zu 37% für die Registrierung ihrer Domains. In den Krisengebieten
Afghanistan (.af), Kenia (.ke) und Sudan (.sd) wurden
erst kürzlich nicht zuletzt auf politische Initiativen der USA, ICANN
und UN hin neue Stellen mit der Domainverwaltung betraut. Im Falle von .af war lange Zeit gar nicht klar, ob die Kontaktperson des bisherigen
Verwalters überhaupt noch lebt.
(Quelle: domain-recht.de)
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Länder mit besonderen ccTLD
Es gibt etwa 250 ccTLDs. Jedes Land besitzt genau einen Zwei-Buchstaben Code nach ISO 3166. Aufgrund häufiger politischer Wechsel in einigen Staaten liegen deren ehemalige TLD's allerdings mittlerweie brach. Daher schickt ICANN erstmals in der Internetgeschichte ausgewählte Endungen "in den Ruhestand". Ein Verfahren dafür soll in Zusammenarbeit mit den betroffenen Registries erarbeitet werden. Vom "Aus" betroffen sind unter anderem .su (Sowjetunion) und .yu (Jugoslawien). Alle bisher für die Streichung aus dem ISO 3166-1 Standard erwogenen TLD sind im folgenden rot gekennzeichnet.
Im folgenden sind Staaten aufgelistet, die zur ISO 3166-1 Ausnahmen darstellen.
| Staat mit 2 TLD's |
| .ac |
Ascension hat eine eigene TLD, obwohl es nicht auf der ISO-Liste steht, sondern zu St. Helena (.sh) gehört

(Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ascension) |
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| Erste aktive geografische TLD |
| .eu |
Die Europäische Union ist als einzige der ccTLD kein souveräner Staat, sondern ein Staatengebilde; daher wurde .eu als Gemeinschaft in die Liste der Ausnahmen zu ISO 3166 hinzugefügt |
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| Obsolete TLDs, aus Gründen der Erreichbarkeit aber noch aktiv |
| .zr |
1997 wurde Zaire in "Democratic Republic of the Congo" umbenannt. Zeitgleich wurde die ehemalige TLD .zr durch .cd ersetzt. .zr wurde 2004 aus den Root-Servern entfernt.

(Bildquelle: http://lexikon.freenet.de/Demokratische_Republik_Kongo) |
| .cs |
.cs stand früher für Tschechoslowakei, jetzt aufgeteilt in .cz (Tschechien) und .sk (Slowakische Republik). |
| .yu |
.yu (Jugoslawien) ist seit Anfang 2008 aufgeteilt in .rs (Serbien) und .me (Montenegro). Die Eintragung der neuen ccTLD in die Rootzone des Domain Name System (DNS) wird in den nächsten Wochen erfolgen. Der bisher geplante Ersatz für .yu in Form von .cz entfällt damit völlig, die TLD .yu wird voraussichtlich zum 30. September 2009 deaktiviert. |
| .ru, .su |
.ru = Russische Föderation (= GUS-Staaten),
.su = ehemalige Sowjetunion |
| .tp, .tl |
Ost-Timor betreibt für eine Übergangszeit beide TLDs
.tp = Ost-Timor, .tl = Timor Leste

(Bildquelle: http://www.totalforsvaret.se/telegraf/show_news.asp?show=/pcm/
05_telegrafen/varlds_karta/osttimor/index.xml |
| .ps, .wg |
Lange Zeit verfügten die palästinänsischen Autonomiegebiete nicht über eine eigene country-code Top-Level-Domain (ccTLD). Um die Präsenz Palästinas im Informationszeitalter zu realisieren, wurde die unabhängige PNINA
(Palestinian National Internet Naming Authority) gegründet, die die notwendigen Richtlinien zur Registrierung erarbeiten sollte. Nun gibt es die ccTLD .ps mit z.Zt. 634 Domains.
Die TLD .wg ist nicht aktiv, existiert auber auch noch. Sie ist reserviert für "Westjordanland und Gazastreifen"

(Bildquelle: http://www.palaestina.org/palaestina/palaestina.php?name=palaestina) |
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| Inaktive TLDs |
| .dd |
Deutsche Demokratische Republik, wurde nie verwendet |
| .bv |
Die Bouvet Insel ist - wie Jan Mayen - norwegisches Territorium, Interessenten können sich unter .no registrieren. Die TLD .bv ist für zukünftige Nutzung gedacht |
| .gb |
steht mit .uk für "Great Britain and Nothern Ireland", wird aber z.Zt. nicht genutzt |
| .fx |
vorgesehen für französisches Festland oder Paris, momentan nicht vergeben |
| .nt |
Die Neutrale Zone zwischen Saudi-Arabien und Irak war ein Gebiet im Grenzbereich dieser beiden Staaten. Sie wurde in einem Vertrag in den 1920er Jahren festgelegt und gehörte zu keinem der beiden Staatsgebiete. Eine provisorische Vereinbarung über die Aufteilung der Neutralen Zone wurde 1981 ausgehandelt, die Aufteilung wurde 1983 abgeschlossen.

(Bildquellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Saudi-Arabien, http://www.timediver.de/neutrale_zonen_der_arabischen_Halbinsel.html)
Die Neutrale Zone zwischen Saudi-Arabien und Irak hatte die ISO 3166-1 Codes .nt und .ntz. Die Verwendung dieser Codes wurde 1993 eingestellt. |
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(Textquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Top_Level_Domain)
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Domain-Steuer
Die
Internetverwaltung ICANN kündigt an, Domain-Steuern
in Höhe von US$ 0,75 zu nehmen. Die ersten Domains, die davon betroffen
sein werden, sind die unter .net registrierten. Zeitgleich eröffnete
ICANN Verhandlungsgespräche mit den Bewerbern um die möglichen neuen
Domains .mobi und .job.
Mit
der Besteuerung der .net wird ICANN US$ 4 Mio. im Jahr erwirtschaften,
liest man in Presseberichten. Wie sich das bei lediglich gut 3,63 Mio.
registrierten .net-Domains fügt, ist ein Rätsel. Die
Redaktion von domain-recht.de kommt auf lediglich gut US$ 2,72 Mio. im
Jahr. Das ist aber ein entscheidender Fortschritt gegenüber den derzeit
jährlich von den Verwaltungen von generischen Top Level Domains jeweils
an ICANN zu zahlenden US$ 132.000,-.
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Weltkarte "gefährlicher" TLD
Der Internetsecurity-Spezialist McAfee hat Eine Weltkarte der gefährlichsten Top Level Domains veröffentlicht ("Mapping the Mal Web"). Nach dem zählt die deutsche Endung .de zu den verlässlichsten virtuellen Gegenden.
McAfee hat untersucht, welche von den 265 analysierten Top Level Domains gehäuft zu Schadzwecken wie für Spyware, Spam oder andere, strafrechtlich zumindest bedenkliche Angebote und Inhalte eingesetzt wurden. Danach weisen verschiedene Domains erhebliche Sicherheitsunterschiede auf, wodurch einige Endungen bevorzugt für schädliche Angebote eingesetzt werden.
Am gefährlichsten sind demnach Internetangebote der kleinen Pazifikinsel Tokelau (.tk). Hier enthielten 10,1 Prozent der Angebote problematische Inhalte. Unter den großen Ländern erwiesen sich insbesondere Rumänien (.ro) mit 5,6 Prozent und Russland (.ru) mit 4,5 Prozent als risikoreich; hier werden verstärkt Programme angeboten, die Sicherheitslücken ausnutzen sollen. Mit einem Gesamtrisiko von maximal 0,2 Prozent erwiesen sich als besonders sicher Angebote der skandinavischen Länder Finnland (.fi), Schweden (.se)und Norwegen (.no). Auch Island und Irland konnten sich auszeichnen. Die deutsche Endung .de schneidet ebenso wie Holland (.nl) und Großbritannien (.uk) mit einem Risiko von 1,0 Prozent relativ gut ab; dennoch geben mehr als zwei Millionen Klicks pro Monat zu bedenklichen Angeboten Anlass zur Sorge.
Bei den generischen Domains schneidet wenig überraschend .gov am sichersten ab; die nur von US-Regierungsbehörden verwendete Domain ist allerdings nicht frei zu registrieren, so dass schon die Hürde der Registrierung kräftig aussortiert. Bei den übrigen generischen TLDs stuft McAfee überraschenderweise .info als Gefährlichste ein; hier sind überdurchschnittliche 7,5 Prozent der Angebote problematisch, während .com als zweitplatzierte auf 5,5 Prozent kommt. Wer sich beispielsweise per E-Mail bei einem .info-Angebot anmeldet, kann danach in mehr als 73 von 100 Fällen damit rechnen, Spam zu erhalten. Auch .biz ist bei Spammern beliebt, da die Endung sofort nach der Registrierung eingesetzt werden kann und nicht erst – wie bei anderen Top Level Domains – 24 Stunden vergehen müssen. In absoluten Zahlen dominiert allerdings .com die schädlichen Angebote.
Insgesamt legt die Studie nah, dass, je geringer die Hürden für eine Registrierung sind und je günstiger die Domains angeboten werden, desto häufiger sie zu Schadzwecken eingesetzt werden. Diese Erkenntnis kann kaum überraschen. Sollten allerdings Suchmaschinen wie Google diese Ergebnisse verstärkt in ihre Suchalgorithmen einfließen lassen, könnte dies so manchen Domain-Verwalter zum Umdenken zwingen.
(Quelle: www.domain-recht.de)
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Einführung neuer TLD
Die Internet-Verwaltung ICANN hat die Pläne zur Einführung neuer Top Level Domains konkretisiert: einig ist man sich, dass es Beschränkungen bei der Anzahl neuer TLDs grundsätzlich nicht geben soll. Das bedeutet, dass eine potentiell riesige Ausweitung des Adressraums ins Haus steht. Dabei muss gewährleistet sein, dass die Stabilität des Domain Name Systems unter der Expansion nicht leidet. Ein Arbeitspapier der GNSO empfiehlt daher, dass neue Endungen auf keinen Fall zu technischen Instabilitäten führen dürfen.
Top Level Domains
- dürfen auch künftig keine Leerzeichen enthalten,
- müssen unabhängig von Gross- und Kleinschreibung sein
- müssen als erstes Zeichen einen Buchstaben aus dem lateinischen Alphabet darstellen.
- sind als rein numerische Endungen zu untersagen, mit einer oder zwei Ziffern dagegen grundsätzlich denkbar.
Besonders intensiv hat man sich mit der Frage beschäftigt, ob verbreitete Dateiendungen wie .exe, .pdf oder .mp3 als TLD zugelassen werden können oder verboten werden müssen; Browser müssen demnach unterscheiden können, ob sie es mit einer Domain oder einer Datei zu tun haben. Da diese Frage allerdings nicht unmittelbar das Domain Name System betrifft, will man derartige TLDs nicht ausschließen. Auch die Verwechslungsgefahr sei schwer zu beurteilen, da man fragen müsse, wie populär eine Endung ist, um beim Nutzer einen Irrtum hervorzurufen. Letztlich müsste man dauerhaft eine Liste populärer und damit gesperrter TLDs führen, bei welcher man zugleich Gefahr läuft, mit neu eingeführten Dateiendungen - wie zum Beispiel .docx, die seit der Version Word 2007 weite Verbreitung findet - zu kollidieren. Derartiges hält die GNSO für kaum praktikabel.
(Quelle: www.domain-recht.de - Newsletter 401)
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