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Anschläge am 11. September 2001
Zitat aus spiegel-Online am 12.09.2001:
Während
die Welt noch versucht, sich vom Schock des gestrigen Terroranschlages
zu erholen, beginnen obskure Geschäftemacher schon damit, "eindeutige"
Domains zu versilbern.
"Sehr
geehrte Damen und Herren", begann höflich eine E-Mail,
die SPIEGEL ONLINE am Mittwochmittag erreichte, "aufgrund der
Geschehnisse in den USA stehen folgende Domains zum sofortigem Verkauf
bereit:
world-trade-center-attack.com,
worldtradecenter-attack.com, worldtradecenterattack.com, worldtradecenter-anschlag.com,
trade-center-attack.com, tradecenter-attack.com, tradecenterattack.com,
pentagon-attack.com, pentagonattack.com, america-under-attack.com,
americaunderattack.com, america-attack.com, americaattack.com" (Zitatende)
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Irakkrieg 2003
Auch
im Rahmen des lange vorbereiteten Irakfeldzuges ließen im
März 2003 entsprechende Registrierungen nicht lange auf sich
warten.
Wenig
kreativ zeigten sich Domain-Grabber in Deutschland: so verweisten
Wortspiel-Domains wie bushkrieg.de, bushkrieger.de
oder bushfeuer.de zumeist auf leere Webseiten, oder
in der Hoffnung auf den schnellen Euro auf Parkseiten von
Domainbörsen. Gleiches galt für krieg-im-irak.de,
irakkrieg.de oder irakkrieg.com. Mit einem in großen
fettgedruckten Buchstaben abgebildeten "Nein" bezog seinerzeit
dagegen krieg-gegen-irak.de eindeutig Stellung. Ein umfangreiches
kritisches Informationsportal gab es unter der passenden Top Level
Domain .info mit irakkrieg.info.
Diese Domain ist mittlereile (April 2004) allerdings leer und wird
zum Verkauf angeboten.
Ganz
anders dagegen in den USA: trotz lesenswerter Webangebote wie war-on-iraq.com
mit zahlreichen Artikeln und Links zum Krieg dominierte dort seinerzeit
ein eher zynisch-humorvoller Umgang mit dem Thema. So wurde etwa
unter theiraqis.com (mittlerweile inaktiv) eine Soap-Opera im Stil der MTV-Realityshow
"The Osbournes" vorbereitet - aber scheinbar nie fertig
gestellt. Ähnlich der Konzerttour einer Rockband wirbt bushworldtour.com für die Teilnahme an der Welttournee des US-Präsidenten,
die unter dem Motto "Axis of Evil" veranstaltet wird.
Zum
heimlichen "Star" stieg der irakische Informationsminister
Mohammed Saeed al-Sahaf auf. Zahlreiche Webseiten wie welovetheiraqiinformationminister.com befassen sich mit den teils absurden Durchhalteparolen wie "...they
are nowhere...(pause)...they are no where, really. They are on the
moon." oder "We are winning!", die auf täglichen
Konferenzen vor der Weltpresse verkündet wurden.
(Quelle: domain-recht.de)
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Flutkatastrophe
in Südostasien 2004
Die
Flutkatastrophe in Südostasien hat auch im Internet ihre Spuren
hinterlassen: Während die Auktion einer Tsunami-Domain über
die Internet-Plattform eBay.com für weltweite Empörung
sorgte, leistet das Internet mit markanten Domains vor allem aber
wertvolle Hilfsdienste bei der Suche nach vermissten Personen.
Mit
der Behauptung, Spenden sammeln zu wollen, sicherte sich Josh Kaplan,
ein 20jähriger Student aus Kanada, wenige Tage nach der Flut
kostenlos die Domain tsunamirelief.com. Doch bereits am 31.
Dezember bot er die Domain zu einem Mindestgebot von US$ 50.000,-
über das Auktionshaus eBay zum Kauf an. Dies kam der vormaligen
Inhaberin, einer freien Journalistin, verdächtig vor und sie
schlug Alarm. Kaplan, der daraufhin in der New York Post als "Wellenratte"
gebrandmarkt wurde und prompt für weltweite Schlagzeilen in
den Boulevard-Blättern sorgte, ruderte umgehend zurück.
Die Auktion wurde nach wenigen Tagen gestoppt, Gebote gingen bis
dahin nicht ein. Über seine Mutter liess er ausrichten, es
habe sich nur um ein grosses Missverständnis gehandelt; über
den Artikel in der Zeitung sei er geschockt.
Die
Homepage tsunamirelief.com
beinhaltet mittlerweile eine Liste internationaler Hilfsorganisationen
mit Spendenaufrufen.
(Quelle:
domain-recht de/newsletter #242)
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